<![CDATA[einfach machen - Blog]]>Sun, 09 Jul 2023 13:34:04 +0200Weebly<![CDATA[Vertrauen]]>Sun, 09 Jul 2023 10:26:38 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/vertrauen

"Ich habe Vertrauen, alles ist da, was ich brauche."

Das war mein Los, mein 13. Zettel, der übrig blieb beim Rauhnächte_Orakel am 31.12./1.1.23, am Feuer, im Garten. Alle anderen 12 Themen, die ich aufgeschrieben hatte, warf ich ins Feuer. Das 13. Thema war mein Jahresthema, um das ich mich zu kümmern hatte.

Nun ist der längste Tag des Jahres schon vorbei, 6 Monate vergangen, seit dem Jahreswechsel. 2023 - Wow! Es schüttelt mich durch, alles ist intensiv und das Viel hat das Wenig der Corona-Jahre ersetzt. Und zwar so schnell, dass mir schwindlig davon wird. Was war da noch mal mit Vertrauen?
In meiner Agenda notierte ich mir: „Aufbruch zu neuen Ufern - vertrauen mich zu trauen“. Dieses Jahr, diese Zeit lernt mich auf Teufel komm raus, dass Vertrauen so wichtig ist, wenn es darum geht, neue Wege zu beschreiten, an neue Ufer zu gelangen. Wie es auf meinem Los-Zettel steht; „alles ist da, was ich brauche“.

​2023 hat so viel Power, es reisst dich mit wie eine Welle. Dagegen ankämpfen bringt gar nichts, also hopp auf die Welle und mitsurfen!
Meine (12) Wünsche loslassen und Vertrauen haben, dass mich die Welle an den für mich richtigen Ort spült. Es wäre so einfach und wie immer ist das Einfache, das Schwierigste. 

Vertrauen hat viel mit unser Kindheit zu tun, die ersten drei Jahre, an die sich meistens nur unser Körper erinnert. Ich glaube, das höchste Gut, dass Eltern ihren Kindern mitgeben können, ist Vertrauen. In die Welt, in ihr Umfeld, in ihre Talente, Gaben, in ihren Körper, ihre Interessen. Wir sind alle geprägt davon was unsere wichtigsten Bezugspersonen für Erfahrungen mit Vertrauen gemacht haben. Oder mit Misstrauen. 

Ich wage zu behaupten, dass auch Religion/Glauben sehr viel mit Vertrauen zu tun hat. Wenn wir wissen oder glauben, dass da jemand/etwas ist, dass wir nichts falsch machen können, weil es immer so gut oder schlecht ist wie es gerade ist, dass es immer weiter geht, weil sich alles verändert, dass wir immer getragen und aufgefangen werden. Ja, wieso sich Sorgen machen?

Nun gut, so einfach ist es nicht. Es gibt ein Gegenspieler; die Angst. Die Angst ist gut, sie lässt uns vorsichtig sein. Doch viel zu oft ist da zuviel Angst, werden wir manipuliert mit Angst.

So geht es mir auch, ich versuche das Vertrauen und die Angst in Balance zu halten. Ich kenne die Angst viel besser, Vertrauen zu haben in mich, in meine Kompetenzen, in die Zukunft, da gibt es noch viel Raum nach oben. So ist mein Los-Zettel eine Art Mantra *ich habe Vertrauen, alles ich da, was ich brauche* und wird mich auch in der zweiten Jahreshälfte von diesem verrückt-intensiven Jahr begleiten.

Und was hat Aufräumcoaching mit Vertrauen zu tun? Sehr viel. Wir können auf alle Ratgeber verzichten, wenn wir Vertrauen in den Moment- und in uns haben. Vertrauen, dass wir in Zukunft alles haben, was wir brauchen. 

​Es ist einfach und doch das Schwierigste. Verlieren wir nicht den Mut und lassen wir uns helfen. Es ist alles da, was wir brauchen.



​Foto aus eigenem Fundus; mit Runa in Zürich, Mai 2019
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<![CDATA[aufraeum-saison]]>Thu, 12 Jan 2023 17:28:21 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/aufraeumsaison
Das neue Jahr ist da. Ich weiss nicht, wie es anderen ergeht, anfang Jahr überfällt mich oft die Lust aufzuräumen und auszusortieren. Alles was nicht mehr stimmig ist für mich vom letzten Jahr oder älter loszulassen und Platz für Neues zu schaffen. 
 
Speziell was Papier und Bücher anbelangt. Papier ist dünn und sehr geduldig. So schnell häuft es sich an und wartet darauf gelesen oder abgelegt zu werden oder ins Altpapier zu kommen.
Es tut gut, die Altpapier-Päcklein zu bündeln und sie rauszustellen. 
Es tut gut, die Lücken im Bücherregal zu sehen und Platz zu schaffen für was mich jetzt grad sehr interessiert. Die Vorfreude auf den Moment, wenn ich das Buch in die Hand nehme, mir es bequem mache im Sessel und ein Tasse Kaffee auf den Beistelltisch stelle. Die Nase ins Buch stecke und ganz langsam in den Text und Bilder eintauche.
 
Alles wirkt luftiger und leichter und so lässt es sich gut ins Jahr starten. Dann kann ich mir langsam überlegen: was soll im neuen Jahr passieren und wo möchte ich den Fokus setzen? Mit einem freien Kopf fällt das leichter und in der Wohnung, im Büro ist es auch so. 
 
„Das Leben ist eine Reise, nimm nicht viel Gepäck mit.“

Im Januar denke ich oft an diese Aussage von Billy Idol, anscheinend ein Aufräumer erster Stunde! Es lohnt sich den „Detox“ – Termin in der Agenda rechtzeitig zu blockieren und sich Zeit zu nehmen leichter zu werden. Im Kopf, Körper, in der Wohnung, im Büro.
 
Wenn dir die Dinge über den Kopf wachsen, unterstütze ich dich gerne den Fokus wieder zu setzen. Schreibe mir eine Mail oder hinterlasse eine Nachricht am Telefon. Ich freue mich auf deine „Aufräum-Geschichte“ und helfe noch so gerne deine Lebensreise ins neue Jahr leichter zu gestalten.
 
 
Foto aus eigenem Fundus, Bergell 2010
 

Christine Braun - Aufräumcoaching 
und Raumexpertise
Basel / Muttenz
+41 61 321 80 32
christine@einfach-raeumen.ch
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<![CDATA[Vom daheim sein im k├Ârper]]>Thu, 29 Sep 2022 16:04:41 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/vom-daheim-sein-im-koerper
Unser erstes Haus ist unser Körper. Das allererste Haus ist die Gebärmutter. Dann werden wir in die Welt heraus „gespickt“ und werden zu Suchenden. So empfinde ich das. Ich bin noch nicht angekommen. Dabei wäre es so einfach, so nah.
 
Ich bin nur sehr selten in meinem Körper zuhause. Meinen Körper zu spüren, ihn zu bewohnen, ist meistens mit Schmerz und Unruhe verbunden. Da zwickt was, dort ist etwas verspannt. Ich „spüre“ mich erst, wenn es schmerzt. Ich bin oft auf der Flucht, in der Ablenkung, irgendwo da draussen, in Luftschlössern, nur nicht hier in meinem zuhause, in meinem Körper. 
Ich bin nicht die Einzige, es geht vielen gleich, den meisten ist gar nicht bewusst. Mir auch lange nicht. Es gibt so viel Ablenkung, so viel zu entdecken, Welten, in die ich abtauchen kann. Neben dem täglichen Wahnsinn an medialer Flut, die es zu bewältigen gibt. Am Ende des Tages brummt mir der Kopf und meine Nervenbahnen glühen. Spätestens dann wir es Zeit für mich einfach mal „nichts“ zu machen. Zu sitzen, zu liegen. 
5 Minuten bei sich zu sein im Körper, nicht nur im Kopf, in Gedanken, ist am Anfang der Horror und immer noch schwer. Ich begegne meinem verspannten Körper, meiner Müdigkeit, meinem wild klopfendem Herzen. Aber auch der Ruhe hinter dem Schmerz, dem Frieden im Atmen.
Ich horche in meinen Körper hinein, wie in einem Wald, wo ich dem Gezwitscher der Vögel und dem Rauschen des Windes in den Bäumen zuhöre. Wie Marianne Bentzen das in ihrem Buch*, bzw. in ihrem Meditationsanleitungen, die Kopf, Körper und Emotionen miteinschliessen, so schön beschreibt. Es ist eine Entdeckungsreise ohne gleichen. Ich fühle mich wie eine Höhlenforscherin oder Kolumbus als er „neues“ Land am Horizont auftauchen sah.
 
Mein Körper fühlt sich noch nicht wie mein Zuhause an. Ist mir darum so wichtig, dass ich mich in meinem „zweiten“ Haus wohl fühle und deshalb gerne andere Menschen unterstütze sich daheim zuhause zu fühlen? 
Mein Körper wird vielleicht nie mein Zuhause sein. Dafür bin ich schon zu lange auf der Flucht. Ich habe mich auf den Weg gemacht, das Schiff bestiegen um Neuland zu finden. Es ist ein Prozess, eine Entdeckungsreise zu einer gefühlt weit entfernten Welt. Es fühlt sich abenteuerlich an und ich spüre.. die Richtung stimmt.

 
* Neuroaffektive Meditationen, Marianne Bentzen
Meditation im Dialog mit Neurobiologie und Entwicklungspsychologie
Herausgegeben von Dorothea Rahm, G.P. Probst Verlag GmbH

einfachmenschsein.com


Foto aus eigenem Fundus; Bergell 2010
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<![CDATA[Die Wohnung als spiegel der seele]]>Thu, 05 May 2022 12:31:28 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/die-wohnung-als-spiegel-der-seele
Wann ich das erste Mal mit Feng Shui und dem 3 - Türen - Bagua in Berührung kam, weiss ich micht mehr. Es faszinierte mich von Anfang an und ist einer der Hauptgründe wieso ich mit Aufräumcoaching begann.
Feng Shui ist eine uralte Wissenschaft wie Raum, Elemente, Landschaft, Jahreszeiten, Farben, Sonnenstand u.v.m. auf uns einwirken. Das 3 - Türen – Bagua ist ein kleiner Teil in diesem komplexen Gebilde von Wissen, das in China aus dem „i ging“, dem Buch der Wandlungen entstand. Auch unsere Vorfahren hier hatten dieses Wissen von guten Orten und Plätzen, wo man Kraft tanken kann, vom guten Moment, von heiligen Räumen und wie wir sie uns bei Bedarf selber schaffen können.
 
Und was hat Aufräumcoaching damit zu tun? Eins nach dem anderen.. fangen wir mit dem Bagua an. 
 
Eine Reise durch unsere Wohnung 
Das Bagua ist ein Rechteck oder Raster, das aus 9 Bereichen besteht. Dieses Raster legen wir auf den Grundriss unserer Wohnung. In einem Haus auf jedes Stockwerk und auch in jedem Zimmer können wir eine Bagua-Einteilung machen. Die 9 Bereiche sind nummeriert und die Reise beginnt mit dem Bagua - Bereich „Karriere“. Die Reise beginnt beim Eingang unserer Wohnung oder unseres Hauses. Der Bagua – Bereich „Karriere“ ist in der Mitte der unteren drei Bereiche.
 
It’s magic! 
Das magische Rechteck ist in 3x3 Bereiche aufgeteilt und die Nummerierung der Bagua – Bereiche ist so ausgelegt, dass die Summe der jeweiligen 3 Bereiche in alle Richtungen 15 ergibt. Neben dem Bereich „Karriere“ gibt es (der Reihe nach bis 9) die Bereiche „Partnerschaft*, „Familie“, „Reichtum“, „Gesundheit“, „hilfreiche Menschen“, „Kreativität“, „Wissen“ und „Ruhm“ (siehe Bild).
Die Bereiche sind den 5 Elementen Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall zugeordnet. Den Elementen werden Farben, Materialien, Prozesse sowie auch Emotionen und Eigenschaften zugesprochen. Sie bilden einen Kreislauf, in dem der ständige Wandel zum Ausdruck kommt*. 
 
Wenn wir das 3 – Türen – Bagua Raster auf den Grundriss unserer Wohnung legen, fängt sie an uns eine Geschichte zu erzählen. Über unsere Persönlichkeit und unser Leben. Die Wohnung ist wie ein Spiegel und wir finden spielerisch heraus, wo der Schuh drückt; wo es vollgerümpelte Ecken gibt, von Sachen, die wir nicht mehr brauchen, die Energie ziehen. Wo es unbelebte Ecken gibt, mit vernachlässigten Zimmerpflanzen und dunklen Staubwuppeln. Andererseits können wir mit der Bewusstwerdung der Bereiche, ihrer Symbolik und was uns die Räume zuflüstern arbeiten.
 
Was soll sich in meinem Leben manifestieren?
Mit einer Bagua – Analyse finden wir heraus, ob die Wohnung, so wie sie jetzt ist, uns unterstützt oder uns eher behindert. Mit Hilfe des 3 – Türen – Bagua und intuitivem Feng Shui können wir unsere Räume so gestalten, dass sie den Zielen und Wünschen unserer Lebensreise entspricht. Wir geben unseren Träumen den nötigen Raum und ganz wichtig – wir kommen zum Aufräumcoaching - werfen wo nötig Ballast ab.
 
Für mich ist intuitives Feng Shui und das 3 – Türen – Bagua jedes Mal eine Wundertüte und zugleich wie ein/e Freund/in, die uns hilft im Leben zurecht zu kommen und unseren Träumen Raum zu geben. Ich arbeite sehr gerne damit, nur schon das Einfärben der Bereiche im Grundriss ist wie Meditation. 
 
Wenn du neugierig bist, was dir deine Wohnung zu erzählen hat, melde dich bei mir. Im Moment biete ich die Bagua-Analyse als Bonus bei einem Aufräumcoaching an. Du kannst dich auch melden, wenn du nur an intuitivem Feng Shui und dem 3 – Türen – Bagua interessiert bist: christine@einfach-raeumen.ch.

Ich plane in nächster Zeit über mein Instagram account "einfachmachenbasel" mehr von den einzelnen Bagua - Bereichen zu berichten. Stay tuned!
 

* Auszüge aus dem Buch 365 Tage mit Feng Shui, von Katrin Möller, Deutsche Verlags-Anstalt, 1. Auflage 2007
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<![CDATA[die welt ist laut]]>Wed, 08 Sep 2021 11:01:54 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/die-welt-ist-lautBild

​Die Welt ist laut, die Welt ist grell, es blinkt, piepst an allen Ecken. Als hochsensitiver Mensch bringt einem das manchmal an den Rand des Erträglichen. Um so wichtiger ist, dass das Zuhause ein Ort des Rückzugs ist. Nur was, wenn auch dort Lärm zur Belästigung wird? 
Ich wohne seit einem Jahr an einem lärmbelasteten Ort. Im letzten, warmen Sommer bin ich oft nicht zu genug Schlaf gekommen. Mein Kaffeekonsum stieg, was meinem Magen und meinen wechseljahre-bedingten Hitzewallungen nicht zugute kam. Manchmal kommt alles zusammen, doch Ruhe und Schlaf braucht der Mensch, sonst wird er auf Dauer krank, nimmt an Gewicht zu, das bestätigen diverse Studien.
Wieso muss jede Maschine laut sein, auch, die, die Mensch lautlos stellen kann? Je lauter, desto wichtiger, stärker, teurer, besser, so kommt es mir vor. Die Ruhe als kostbares Gut und wenn wir sie haben, erschrecken wir, weil unser Gedanken laut werden und wir uns lieber ablenken oder mit der „langen“ Weile nicht umgehen können in unser kurzweiligen Welt. Was als Lärm empfunden wird, ist etwas sehr individuelles und kulturell geprägtes.
Als hochsensitiver Mensch empfinde ich gewisse Geräusche schneller  als störend. Es ist als würde ich ohne Filter Marlboro rot kette-rauchen. Die Eindrücke prasseln ohne Filter über meine Sinnes-Kanäle rein. Das kann an einem Konzert sehr schön sein, ich brauche kein Alkohol, keine Drogen, kein Verstärker um die Empfindung, das Klangerlebnis zu intensivieren. Alles ist per se schon intensiv und so spielen die Ruhepausen und der Rückzugsort eine wichtigere Rolle, sonst lande ich bei Punkt krank.
Wenn das eigene Zuhause kein stiller Rückzugsort ist, wenn Erholung und Energie tanken angesagt ist zwischen 23 und 7 Uhr, dann kann ein technisches Gerät helfen, das bei geschlossenen Fenstern frische Luft reinbläst und bei Schlafproblemen die Kraft der Natur von Melisse, Baldrian, Hopfen und Passionsblume. Auch das ist wieder sehr individuell.
Die Welt ist laut, daran kann ich nichts ändern. Die Güterzüge rattern durch die Nacht, ob ich es will oder nicht. Mir hilft es, wenn ich mich frage; „was kann ich persönlich an der Situation ändern und was nicht?“ Es gibt dazu diese schöne Aussage des Theologen Reinholf Niebuhr:

Gott gibt mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Zu diesem Thema gibt es die Methode der „circles of influence and control“ im Buch von Stephen R. Covey. Eine Methode um Gefühle der Hilflosigkeit, Fremdbestimmtheit und Frustration zu überwinden. Indem ich auf einem Blatt drei Kreise zeichne, der äusserste der Kreis der Sorge (circle of concern) mit Themen, die mich belasten, auf die ich keinen Einfluss nehmen kann, wie zum Beispiel, dass Güter in der Nacht von A nach B gefahren werden.
Der Innere ist der Kreis der Kontrolle (circle of control) mit den Themen, die ich kontrollieren kann, zum Beispiel die Installation einer Lüftung im Schlafzimmer, die mir erlaubt, mit geschlossenen Fenstern zu schlafen. Zum mittleren Kreis der Einflussnahme (circle of influence) gehören die Themen über die ich keine Kontrolle habe, die ich jedoch über mein Verhalten und meine Einstellung beeinflussen kann. Zum Beispiel, dass ich akzeptiere, dass es ruhigere und lautere Nächte gibt, je nachdem wie der Wind weht und das Vertrauen habe, dass jede Lärmemission irgendwann leiser wird und ich einschlafen kann.

Es liegt eine grosse Kraft darin zu erkennen, über welche Themen wir Kontrolle haben und über welche nicht. Je mehr ich mich auf Dinge konzentriere, auf die ich keinen Einfluss habe, desto frustrierter und fremdbestimmter fühle ich mich (Kreis der Sorge).
Wenn ich mich auf die Dinge konzentriere, die ich in der Hand habe, werde ich ruhiger und selbstsicherer (Kreis der Kontrolle und Einflussnahme)*.

​Ganz so einfach ist das Ganze nicht, aber Übung macht wie so oft den Meister. Nur schon das Zeichnen der Kreise bringt einem zur Ruhe.
 
* inspiriert von einem Beitrag von Krogerus & Tschäppeler im „Magazin“.

Foto © cb/2006, Times square, N.Y. City


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<![CDATA[unterst├╝tzung beim ankommen]]>Wed, 14 Apr 2021 15:07:23 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/unterstuetzung-beim-ankommen
In letzter Zeit bin ich nicht so oft in den Social Media Kanälen- dafür im Garten anzutreffen. Der Garten hinter unserem Haus liegt in einem einem Gewerbegebiet. Nebenan stapeln sich Harassen mit diversen Mineralwasser, Eptinger, Henniez, Passuger. In der Nacht leuchtet die Appenzeller Quellfrösch-Bier Lichtreklame. Jetzt wo der Frühling in Fahrt kommt mit Tulpen, Primeli, Traubenhyazinthen will ich nichts verpassen und es gibt so viel zu beobachten und zu tun.
In Corona-Zeiten ist so ein kleiner, feiner Garten ein Luxus. Aber auch ohne Pandemie ist der/die reicht beschenkt mit einem nahgelegenen Naturparadies, auch wenn es „nur“ ein liebevoll gepflegter Balkon ist. Audrey Hepburn sagt: „ein Garten anzubauen, heisst an die Zukunkt zu glauben“. Ich gebe ihr Recht und füge hinzu, dass die Gartenarbeit mich auch in den Moment und in die Ruhe bringt, mich erdet und verortet.
 
Spaziergänge, Gartenarbeit und Katzen sind meine Helfer- und Unterstützer/innen beim Ankommen am neuen Wohnort. Ich bewundere meine Katze, die den Umzug so mühelos überstanden hat und (bis jetzt) keine Anstalten gemacht hat, in ihr früheres Geviert zurückzukehren. 
Katzen sind geheimnisvolle Wesen, nie ganz fassbar, immer auf dem Sprung in die nahegelegene Wildnis. Eine schlafende Katze beim Arbeiten neben sich zu wissen, entspannt alles noch so Dringende, Stressige. Alles hat seine Zeit in der Katzenwelt. Rhythmus, räumliche Selbstorientierung sind eine Selbstverständlichkeit und ihr spontanes, unvorsehbares Spiel befördert kreative Energien. Das was wir krampfhaft und verkopft erzwingen wollen, fällt der Katze einfach zu. Ich bin dankbar, so ein Wesen in meiner Nähe zu haben.
 
Es sind ungewohnte Zeiten zum Ankommen. Ohne Corona wäre es sicher anderst verlaufen. Und doch empfinde ich diese schwierigen Zeiten als sehr wertvoll für unsere persönliche Entwicklung. Für so vieles, scheinbar selbstverständliches wie dieser kleine Garten, die Hauskatze empfinde ich grosse Dankbarkeit. Einiges, was ich vor Corona erstrebte, begehrte oder für absolut nötig hielt, wurde hinfällig.

Es ist eine Art inneres Aufräumen. Vieles zeichnet sich klarer ab, was ist wirklich wichtig, für mich, für mein Umfeld, für diese Welt in der wir leben? Wenn alles überflüssige, Klimbing und bling-bling wegfällt und das Wichtige bleibt, dann gibt das Ruhe und ein Gefühl von Dankbarkeit. Und wer weiss, vielleicht fällt auch das Ankommen und Verorten in Corona-Zeiten leichter.

Foto cb 2021, Fux im Atelier
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<![CDATA[Ankommen]]>Wed, 10 Feb 2021 17:03:22 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/ankommen
Vor einem halben Jahr bin ich nach fast 20 Jahren „Stadtleben“ wieder Richtung Land gezogen. Mein Mann hat ein Haus geerbt, das am Stadtrand in einem Gewerbegebiet, in der Nähe von Wald, Auto- und Eisenbahn, Rangierbahnhof und Schrebergärten steht. 
 
Es heisst wieder neu anfangen, neu einleben und ankommen. Dieser Prozess braucht Zeit und Geduld. Am Anfang ist vieles fremd und die Gewohnheit lässt mich meine alten Stadtflaneurin-Wege vermissen. 
 
Es ist ein gewöhnen an Umstände, die mir noch fremd sind, weil sie neu sind. 
 
Ich versuche mich auf’s Positive auszurichten. Die Spaziergänge im nahen Wald tun mir gut. Ich eigne sie mir an und verorte mich gleichzeitig. Kürzlich hat mich eine ältere Dame mit weissem, kleinen Hund mit „Bonjour“ begrüsst, mir war als hätte ich sie schon mal gesehen. In der Stadt bin auf meinen regelmässigen Runden durch den Park oft neuen und unbekannten Gesichtern begegnet.
 
Eine Rolle spielt sicher, wie ich mit dem Thema in Berührung gekommen bin. Musste ich selber schon mal umziehen? Was für Erfahrungen machten meine Eltern und Grosseltern? Mussten sie ihre Heimat verlassen oder sogar den Kulturkreis wechseln, eine neue Sprache lernen? Womit wir bei Begriffen wie Heimat und Herkunft landen. Ich habe einen ambivalenten Zugang dazu, was durch meine Geschichte und die meiner Eltern und Schweizer Grosseltern geprägt ist.
 
Martina Clavadetscher spricht in einer Besprechung über ihr Buch „die Erfindung des Ungehorsams“ von der Herkunft, die ein Konstrukt bleibt. Sie ist der Meinung, dass es Erzählungen und Erinnerungen sind, die uns ausmachen. Erinnerungen sind jedoch nichts starres, fixes. Sie verändern sich und so auch unser Ich, mit jeder neuen Erfahrung, die wir machen.
 
Über Heimat sagt Adolf Muschg, Schriftsteller in einem Interview: „Ich stelle mir beim Begriff Heimat die Frage, was brauche ich zum Leben? Bei mir sind es die Freunde und das Schreiben“.
 
Das ist eine positive und selbstwirksame Angehensweise. Es geht um die Wahrnehmung und Bewusstwerdung der eigenen Bedürfnisse, die wie ich bei meiner Arbeit als Raumcoach beobachte, eine wichtige Rolle spielen bei allen Themen rund ums Aufräumen, Ankommen, leichter werden und wohlfühlen zuhause. 
 
Eine neue, ungewohnte Umgebung konfrontiert uns mit uns selber, was Ängste und Unsicherheiten auslösen kann. So lernen wir im Prozess des Ankommens viel über uns selber.

Zeichnung cb 2013, Waldrand Luterbach/Oftringen
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<![CDATA[Ein Tag im Leben..*]]>Wed, 23 Dec 2020 16:48:46 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/ein-tag-im-leben
Wie ich zum Aufräumcoaching kam, weiss ich nicht mehr so genau. Es gab nicht den Moment, in dem es mich durchfuhr „ich werde Aufräumcoach“. Die Themen, die mit dem Aufräumcoaching verbunden sind, waren immer schon da, interessierten mich, gerade weil sie so vielfältig sind und man sofort beim Wesentlichen ist; wie wohnen wir, welche Dinge besitzen wir und was kann und wollen wir nicht loslassen.
Aufräumen macht glücklich, bringt Energie und Leichtigkeit ins Leben. Natürlich ist es nicht so einfach, auch wenn mein Leitspruch lautet „einfach machen“. Für viele ist es ein unbezwingbarer Berg von Sachen, über die sie den Überblick verloren haben. Da ist auch Scham über das eigene Versagen, nicht genug organisiert und strukturiert zu sein. Im Zusammenhang mit Scham hat die Forscherin Brené Brown festgestellt, dass Menschen mit einem starken Gefühl von Zugehörigkeit besser mit dem „Unperferkten“ umgehen können. So spielen Begriffe wie Heimat, daheim sein, sich heimisch fühlen, eben sich zugehörig fühlen, beim Aufräumen auch eine Rolle. 

Das ist das was mich fasziniert, dass es beim Aufräumen nicht so sehr um die Ordnung geht, sondern um viel umfassendere Dinge. Vorallem wenn das Aufräumen schwer fällt, wenn es immer etwas wichtigeres zu tun gibt und einem die Dinge schliesslich über den Kopf wachsen.
Auch finde ich es interessant, dass wir kein deutsches Wort für messie haben. Gerade in Deutschland und in der Schweiz beobachte ich, dass nicht ordentlich zu sein ein grosses Tabu ist und Hilfe nur schwer angenommen wird. Im englischen Sprachraum tut man sich leichter damit. „Just do it“, das Probieren und etwas neues zu wagen ist wichtiger als das lange darüber Nachdenken und wenn es schiefgeht „so what!“, wichtig ist man hat es probiert. Im Englischen ist ein messie ein „hoarder“, jemand der viele Dinge besitzt, sammelt, bewusst oder unbewusst. 

In meiner Herkunftfamilie gibt es meines Wissens keine Sammler. Besitz wurde veräussert, meistens eher unfreiwillig und aus wirtschaftlichen Gründen. Heimat ist für mich ein abstrakter Begriff. Meine Eltern und Schweizer Grosseltern sind „Weggegangene“, der Veränderungsmuskel war gut trainiert, Heimaten gab es mehrere oder gar keine. Im Englischen gibt es keine wörtliche Übersetzung von Heimat, am nächsten kommt „home“. Für mich ist Heimat im Deutschen ein Ort und in den anderen Sprachen, die ich spreche eher ein Gefühl. „Home ist where the heart is“.
 
Beim Aufräumen helfen, möchte ich den Leuten Mut machen sich auf diese Themen und den Prozess des Aufräumens einzulassen. Aufräumcoaching ist selten schnell gemacht und in ein, zwei Tagen erledigt. Wenn sich viel angehäuft hat in Keller, Estrich Schlafzimmer und Büro dauert das Loslassen eine Weile und Durchhänger gehören dazu. In der Rolle des Coach begleite ich meine Kunden durch diesen Prozess, ich erinnere sie an ihre Ziele, wenn sie vor lauter Dingen das Licht am Ende des Tunnels nicht mehr sehen. Ich bringe eine neue Energie in ihre Wohnungen und versuche mit den richtigen Fragen die Kunden in eine lösungs- und nicht problemorientierte Haltung zu bringen.

Wenn ich über Ästhetik, Ordnung und System hinaus gehe und mich daheim und wohl in meiner zweiten Haut fühle, die das Haus und die Wohnung neben Kleidern auch ist, dann stosse ich auf Leere, die es auszuhalten gilt und sehr wahrscheinlich auf Schmerz und ungelöste Konflikte. Die Erinnerungen sind mit den Dingen verknüpft, im Guten und im Schlechten. Was wir anhäufen, konsumieren, ansammeln lenkt uns ab vom Schmerz. Die Zen-Leere halte ich nur dann aus, wenn ich mich dem Unangenehmenen gestellt habe und mich auch mal gefragt habe; ist das nun meins oder trage ich schwer für jemand anderst? Die Epigenetik belegt, dass traumatische Erfahrungen auch über Generationen weiter getragen werden. Ein Krieg oder andere existentielle Bedrohungen hinterlassen ihre Spuren für 1-3 Generationen im Familiensystem.

Schliesslich geht es auch darum, die Einfachheit des Lebens zu verstehen. Das sind grosse Worte in Zeiten der Selbstdefinierung über Konsum. Das einfache Glück kann eine aufgeräumte Wohnung sein, in die ich nach einem stressigen Tag zurück kehre oder eine hübsche Teetasse, aus der schon meine Grossmutter gerne ihren Tee getrunken hat.

*inspiriert vom gleichnamigen Beitrag bei "das Magazin", wöchentliche Beilage vom Tages Anzeiger und anderen Zeitungen. 
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<![CDATA[Wie schaffe ich es zuhause Ordnung zu halten?]]>Sun, 04 Oct 2020 15:41:29 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/wie-schaffe-ich-es-zuhause-ordnung-zu-halten

​Für jede Person ist Ordnung etwas anderes. Unsere Vorstellung über Ordnung ist oft ein Ideal, von Bildern von Einrichtungshäusern und instagram beeinflusst. Nur haben die meistens nicht so viel mit der Realität und dem Alltag zu zun, sie sollen uns inspirieren, nicht einschränken.
 
Alles fängt mit dem ersten Schritt an, ob gross oder klein. Also fragen wir uns, wie möchte ich wohnen, was soll in den eigenen vier Wänden passieren?
 
Ist unsere Wohnung eine Art Höhle, in die wir uns zurückziehen, unsere Batterien aufladen oder ist unser Daheim ein Herzeige-Ort um soziale Bindungen zu pflegen? Oder soll wenn möglich beides am selben Ort geschehen? 
Dann spielen die Stufen der Intimität in einer Wohnung eine Rolle, die je nach Kultur oder Person verschieden sein können. In unserem Kulturkreis sind Schlaf- und Badzimmer die intimsten, der Eingangsbereicht und das Wohnzimmer die öffentlichsten Orte der Wohnung. 
 
Was hat das mit Ordnung zu tun? Ich denke bevor wir uns nicht im Klaren sind, was in unserem Haus stattfinden soll, was wir mit unserer Einrichtung aussagen wollen, bzw. wie wir uns einrichten, mit was für Dinge wir uns umgeben, haben wir keine Klarheit was uns wichtig ist im Leben, wo wir hinwollen und was wir uns wert sind.
 
Irgendwie scheinen wohnen und leben zusammenzuhängen, findet doch ein Grossteil unseres Lebens in unseren eigenen vier Wänden statt, „digital nomads“ mal ausgenommen.
 
Der erste Schritt ist uns zu fragen; mit was umgebe ich mich in meiner Wohnung? Werden wir uns den Dingen bewusst, wie behandeln wir sie? Schätzen wir sie, haben sie eine Geschichte und haben sie einen festen Platz in der Wohnung?
Dann sind wir schon bei einem wichtigen Punkt jeder Ordnung: jedes Ding hat seinen Platz und kehrt nach Gebrauch wieder dorthin zurück. Wenn unsere Sachen irgendwo rumstehen, mal da, mal dort und wir sie als Konsequenz des öfteren suchen, dann ist das ein Zeichen uns den Dingen anzunehmen.
 
Mit unserem Wohlstand tendieren wir dazu uns mit vielen Dingen zu umgeben. Die Werbung lockt und wir glauben mit dem Erwerb eines bestimmten Artikels glücklicher zu werden, was durchaus passieren kann. Doch fangen wir mit den Dingen an, die wir schon besitzen:
- ist der Gegenstand regelmässig in Gebrauch?
- gibt er mir ein gutes Gefühl (ist er mit positiven Erinnerungen verknüft, wie reagiert mein Körper auf ihn)?
- hat er einen festen Platz?
 
Wenn du diese drei Fragen mit Nein beantwortest, frage dich, ob du den Gegenstand behalten willst. Solltest du mit der Menge der Dinge überfordert sein in deinem Haushalt und du weisst du nicht wo anfangen und wie vorgehen um dranzubleiben? Dann suche dir Unterstützung bei einem Raumcoach wie mir.
 
Natürlich gibt es Dinge, die wir nicht regelmässig gebrauchen und denen wir trotzdem einen festen Platz geben möchten. Sogenannte „stehrumsel“, „gigernillis“ oder liebgewonnene (Erb-) Stücke mit einer Geschichte. Versuche deine Wohnung als Ausstellungsort deiner Lieblingsdinge zu sehen und die Anzahl der „stehrumsel“ sollte auf gar keinen Fall die Menge der Gebrauchsgegenstände übersteigen.
 
Denn eines ist klar, je weniger Dinge wir haben, desto leichter ist es, sich ihrer bewusst zu sein und ihnen einen festen Platz zu geben, sie wertzuschätzen und so unser Zuhause ordentlich zu halten.
 
Was ich beobachte als Raumcoach ist auch, dass wir uns besser von den Dingen lösen können, wenn wir ihnen im Lauf ihres Lebens Wertschätzung geben. Wenn nicht, gibt uns das bewusst- oder unbewusst ein schlechtes Gewissen, was wiederum ein Energiefresser ist und das Loslassen nicht leichter macht.
 
Es ist ein Energiefluss; wir wertschätzen die Dinge, die wir lieben und sie machen uns im Gegenzug Freude.

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<![CDATA[Lust auf veraenderung]]>Wed, 01 Jul 2020 15:22:23 GMThttps://einfach-raeumen.ch/blog/lust-auf-veraenderung
„Ich setzte den Fuss in die Luft und sie trug.“
Hilde Domin (nur eine Rose als Stütze)

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Was auch gut ist. Ab und zu brauchen unsere Synapsen im Hirn neues, anderes, ungewohntes. Lust auf Veränderung. Veränderung als Chance, die Dinge aus einem anderen Winkel zu sehen. Veränderung als Abenteuer, das uns jung hält. Die gewohnten, breiten Autobahnen unseres Gehirns werden durch neue, kleine, unbetretene Wege abgelöst.
 
Im I Ging, einem altem chinesischen Orakel, aus dem das Buch der Wandlungen entstand, heisst es „solange die Dinge in Bewegung sind, können sie beeinflusst werden“. Das gefällt mir. Veränderung versus Stillstand. Obwohl die Offenheit zur Veränderung nichts mit unserem rastlosen Lebenstil zu tun hat. 
 
Der Schritt in die Veränderung, ob freiwillig oder unfreiwillig, stärkt uns, lässt uns neue Erfahrungen machen. Wir lernen uns besser kennen, lernen mit Widrigkeiten umzugehen und Vertrauen zu haben, dass es gut kommt, wie schwarz ich es in diesem Moment auch sehe. Meiner Meinung hängt es sehr davon ab, wie meine Einstellung, meine Ausrichtung ist. Ist das Glas halb voll oder halb leer? 
 
Hilde Domin schreib das im Gedicht oben sehr schön, dieses Vertrauen, dass das Leben es gut mit mir meint.
 
Jetzt geht die Zeit von Lockdown und zuhause bleiben für die meisten von uns vorbei, die Einschränkungen werden gelockert, und eine neue Zeit beginnt. Trotz vielen Herausforderungen macht es mir Hoffnung neue Zeiten zu begrüssen und nicht das Gewohnte zurückzuwünschen, was ein Stück weit auch normal und menschlich ist. 
 
An unserem „busy lifestyle“ des „höher, besser, schneller“, unser Leistungs- und Optimierungsdenken habe ich mich vorher schon gestossen. Jetzt wo ich gesehen habe, dass es halb so höher, schneller, besser auch geht, habe ich Mühe zurück zum Alten, Vertrauten zu gehen.
 
Es macht für mich keinen Sinn, alles ist Veränderung, Entwicklung, wieso sollten wir das Gute nicht mitnehmen aus dieser schwierigen Zeit? 
 
Den Mut haben Nein zu sagen, zu höher, schneller, besser und offen sein für neue Lebens- und Arbeitsformen.



Foto aus eigenem Fundus; Schiermonnikoog, Juli 2012
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